Profilfahrt Berlin 2026

11.04.2026 – Die diesjährige Profilfahrt der Neuntklässler nach Berlin bot viele spannende Einblicke in Politik, Geschichte und das Leben in einer Großstadt.
Gleich zu Beginn wurde es im Bundesrat praktisch: In einem Rollenspiel übernahmen die Schülerinnen und Schüler die Rollen von Ländervertreterinnen und -vertretern. Diskutiert wurde die Frage, ob ein freiwilliges soziales Jahr für junge Menschen verpflichtend sein sollte. Dabei wurde argumentiert, diskutiert und gerungen – fast wie in der echten Politik. Besonders das beeindruckende Gebäude des Bundesrates blieb vielen in Erinnerung.

Nachdenklicher wurde es beim Besuch der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Zeitzeugen berichteten eindrücklich von ihren Erfahrungen in der Haft, was die Gruppe spürbar bewegte. Auch Orte wie der Checkpoint Charlie machten deutlich, dass die deutsche Teilung noch immer Spuren im Stadtbild hinterlassen hat.

Eine Führung durch das Regierungsviertel zeigte die politische Seite Berlins aus einer anderen Perspektive. Bei einer Bootsfahrt auf der Spree konnten die Schülerinnen und Schüler die Stadt einmal in Ruhe auf sich wirken lassen. Zwischen modernen Gebäuden und historischen Orten wurde klar, wie eng Vergangenheit und Gegenwart hier miteinander verbunden sind.

Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch im Deutschen Bundestag. Neben der Besichtigung der Reichstagskuppel konnten die Schülerinnen und Schüler auch eine Plenarsitzung live verfolgen. Die teils hitzigen Debatten im Plenum machten deutlich, wie unterschiedlich politische Positionen sein können. Im anschließenden Gespräch mit der Bundestagsabgeordneten Sylvia Rietenberg gab es die Gelegenheit, Fragen zu stellen und mehr über den politischen Alltag zu erfahren. Ein gemeinsames Abendessen im Paul-Löbe-Haus rundete den Tag ab.

Auch Europa spielte eine Rolle: In der Vertretung des Europäischen Parlaments diskutierten die Schülerinnen und Schüler in einem weiteren Rollenspiel darüber, ob Inlandsflüge verboten werden sollten. Dabei wurde schnell klar, wie viele verschiedene Interessen bei politischen Entscheidungen berücksichtigt werden müssen.

Neben all den Programmpunkten blieb aber auch Zeit, das Großstadtleben kennenzulernen – ob beim Döneressen, bei Currywurst, dem Shoppen oder beim täglichen Unterwegssein mit S-Bahn, U-Bahn und Tram.

Die Berlinreise war eine abwechslungsreiche Zeit mit vielen Eindrücken, Gesprächen und neuen Erfahrungen. Sie hat gezeigt, dass Politik alles andere als langweilig ist, sondern unser Leben direkt betrifft.