Jens Grottendieck beim Themenabend „Junges Archiv“

25.11.2015 360 Schülerinnen und Schüler aus Münster haben zum Thema „Anders sein“ geforscht. Viele Beiträge wurden bei diesem  Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten mit Auszeichnungen geehrt.  Dazu gehören auch die vier Arbeiten, die jetzt in der Reihe „Junges Archiv“ von den jungen Autorinnen und Autoren persönlich beim Themenabend des Stadtarchivs vorgestellt werden. Die Zuhörer dürfen sich auf spannende und berührende Kapitel aus Münsters Zeitgeschichte freuen.

Seit wann gibt es einen Türmer in Münster und welche Aufgaben hat er?  Dieser Frage ist Carina Ebert nachgegangen. Dazu hat die Achtklässlerin des Annette-Gymnasiums nicht nur in alten Unterlagen gelesen. Fakten aus erster Hand gab es in Interviews auch von Münsters Türmerin Martje Salje.

Welche Hürden musste eine Familie aus dem Weg räumen, die ihre Tochter mit einem Down-Syndrom vor 20 Jahren in einer Regelschule anmelden wollte? Constantin Polke und Charlotte Blümel vom Gymnasium St. Mauritz haben umfangreiches Textmaterial ausgewertet, aufschlussreiche Gespräche mit früheren Lehrern geführt und sind Tochter Anne und ihrer Mutter viele Male persönlich begegnet.

Marta Menninghaus (Annette-Gymnasium) kleidete ihre Wettbewerbsarbeit in eine Novelle und führt zurück in die Zeit um 1900. Die 14-Jährige erzählt die Erlebnisse der Hiltruper Missionsschwestern vom Heiligsten Herzen Jesu in Papua Neuguinea. Protagonistin ist Schwester Anna, eine junge Frau, die zum ersten Mal ihren Orden in Münster verlässt.

Im Mittelpunkt der Untersuchung von Jens Grottendieck steht Erich Spießbach (1901-1956). Der Präparator im damaligen Landesmuseum für Vor- und Frühgeschichte landete als „querulierender Paranoid“ in der Provinzialheilanstalt Münster. Während dieses stationären Aufenthaltes schuf Spießbach außergewöhnliche Zeichnungen, die ihn bekannt werden ließen. Jens Grottendieck (10. Klasse des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums) entdeckte bei seiner Arbeit in einem Archiv bisher unbekannte künstlerische Arbeiten von Erich Spießbach.

Pressemitteilung